Bereich "Identifikation"
Typ des Rechtsträgers
Person
Autorisierte Namensform
Perkounig, Otto
Parallele Namensformen
Standardisierte Namensform gemäß anderer Regelwerke
Andere Namensformen
Kennzahlen für Körperschaften
Beschreibungsfeld
Daten des Bestehens
27.08.1915-?
Geschichte
Geboren in Steyr, Sohn von Obermeister Otto Perkounig und Maria Klaffenböck. Mitglied des Deutschen Turnvereines, seit 1933 Schlosser bei den Steyr-Werken, wo er zum Werkmeister aufstieg. Bundesheerdienst von 1936 bis 1938, anschließend freiwilliger Beitritt zur deutschen Wehrmacht. 1939 Meldung zur SS, wo er zum Rottenmann aufstieg. Einsatz in Polen und an der Westfront. 1940 "unabkömmlich" gestellt und 1941 zum Osteinsatz der Steyr-Werke nach radom versetzt. Nach Demontierung der Waffenfabrik verließ er mit seiner Familie Radom und begab sich in die Niederlassung der Steyr-Werke in Znaim, wo er von September 1944 bis April 1945 beschäftig war. Danach Rückkehr nach Steyr.
Am 13. August 1945 wurde er aufgrund seiner SS-Zugehörigkeit verhaftet, anschließend in Glasenbach interniert. Er trug den Beinamen "Schlächter von Radom". (Dazu siehe insbesondere: "Tschellnig, Elisabeth: "Uns kann nichts geschehen: Gewinnen wir den Krieg, sind wir Deutsche, verliert Deutschland den Krieg, sind wir Österreicher!" - Der Kriegsverbrecherprozeß gegen Otto Perkounig vor dem Volksgericht Innsbruck im Jahre 1953, Innsbruck 1998."